Digital Twins machen smarte Gebäude noch cleverer

Wer sich mit Smart Building beschäftigt, kommt in diesen Tagen an dem Begriff Digital Twin nicht vorbei. Doch was steckt dahinter: Nur ein weiteres Buzzword oder ein wirklich zukunftsweisendes Konzept? Wir bei KeyLogic sind überzeugt, dass Digital Twins die Idee des Smart Building auf eine ganz neue Entwicklungsstufe heben. Denn richtig eingesetzt führen sie die Daten, die unterschiedliche Systeme und IoT-Devices liefern, zusammen, machen sie auswertbar und bieten entscheidende Mehrwerte.

Digital Twin – was heißt das?

Ein digitaler Zwilling ist das virtuelle Abbild eines physischen Objekts, eines Systems oder eines Prozesses und bildet so die Brücke zwischen realer und digitaler Welt. Der Digital Twin integriert alle Daten des realen Vorbilds in Echtzeit in einem System – sowohl die statischen als auch diejenigen, die Sensoren vor Ort ermitteln. Dazu nutzen digitale Zwillinge eine definierte logische Datenstruktur. Sie vernetzen die Daten untereinander, machen sie nutzbar und können auch KI-Konzepte integrieren. So lassen sich auf Basis digitaler Zwillinge, Prozesse nicht nur effizienter gestaltet, sondern auch automatisch optimieren. Das Konzept des Digital Twin ist nicht neu, aber durch die Entwicklung des IoT und den damit verbundenen Möglichkeiten, Daten in Echtzeit zu ermitteln und zu übertragen, hat es noch einmal deutlich an Bedeutung gewonnen. Denn: Digital Twins haben damit das Potenzial in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen zukunftsweisende Lösungen für komplexe Anforderungen hervorzubringen – auch wenn es ums digitale Bauen und Gebäudemanagement geht.

Effizienz-, Kosten- und weitere Vorteile:

Digital Twins bringen bisher voneinander isolierte Systeme, Daten, Darstellungen und Prozesse zusammen. Die IoT-Sensoren aus der Tiefgarage mit dem Parkleitsystem, die Messwerte der Bewegungsmelder mit der Raumnutzungsplanung und dem Heizsystem. So entstehen neue Erkenntnisse, die helfen, Abläufe effizienter zu gestalten und Kosten zu reduzieren. Experten in den USA gehen sogar davon aus, dass sich mit Hilfe digitaler Zwillinge die Betriebskosten einiger Gebäude auf bis zu 8,90 Euro pro Quadratmeter und Jahr reduzieren lassen . Auch wenn diese Größe für Deutschland aus heutiger Sicht noch schwer zu erreichen scheint, bleibt festzuhalten: Digital Twins ermöglichen es, erhebliche Einsparpotenziale zu realisieren. Mehr Effizienz durch optimierte Betriebsparameter – das ist indes nur ein Vorteil des Digital-Twin-Konzepts. Darüber hinaus sorgt es durch konsequentes Monitoring aller Parameter in Echtzeit für maximale Transparenz und leistet nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Qualitätssicherung, sondern hilft auch, potenzielle Störungen frühzeitig zu erkennen und erfolgreich gegenzusteuern. Baugleiche oder ähnliche Elemente innerhalb eines Digital Twins lassen sich über so genannte digitale Master einheitlich erfassen. Beispielsweise Klimaanlagen, die in allen zu verwaltenden Gebäuden verbaut wurden. Das erleichtert nicht nur das Datenmanagement, sondern steigert auch die Qualität der Insights: Je mehr vergleichbare Elemente ausgewertet und analysiert werden können, umso valider die Erkenntnisse. Beispielsweise hinsichtlich der tatsächlich notwendigen Wartungsintervalle für die Klimaanlagen.

Die Voraussetzungen schaffen:

Das Konzept des digitalen Zwillings lebt von der Vernetzung. Der Vernetzung von Daten und der Vernetzung von Daten und Prozessen. Nur wenn alle Daten aus den unterschiedlichsten Quellen und Bereichen in einer sinnvollen Struktur auf einer Plattform zusammengeführt und miteinander in Verbindung gesetzt werden, kann das Konzept sein volles Potenzial entfalten. Setzt beispielsweise ein Unternehmen fürs digitale Gebäudemanagement neben einer eigenen Systemplattform beim Reinigungsmanagement auf die Dienste und Tools von Anbietern von Sensorik-Lösungen ein, gilt es, beide Teillösungen in einer Komplettlösung zusammenzuführen. Diese Komplettlösung muss so konzipiert sein, dass sie verschiedene Systeme und Dienste über Schnittstellen integrieren kann, alle Daten nach einer vorgegebenen, konsistenten und logischen Struktur in Datencontainern speichert und Prozesse initiieren kann. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, können Digital Twins eine große Zahl von Daten in wertvolle Informationen verwandeln, mit deren Hilfe Prozesse effizienter gestaltet, Kosten reduziert, Risiken frühzeitig erkannt und Zukunft erfolgreich gestaltet werden kann.

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