Schweiz:
Derendinger Immobilien AG wird Profit-Center
Das schweizer Immobilienunternehmen Derendinger Immobilien AG verwaltet seine Immobilien äußerst effizient - und das bei komplexen Besitzverhältnissen: Neben eigenen Immobilien, die zum Teil fremdvermietet werden, verwaltet das Unternehmen auch die von der Muttergesellschaft angemieteten Liegenschaften. Wie das geht, erfahren Sie im Interview mit der verantwortlichen Facility Managerin Jasmine Nyffeler.
KEYfacts: Frau Nyffeler, die Derendinger ist noch ein recht neues Immobilienunternehmen, oder?
Jasmine Nyffeler: Das stimmt. Wir wurden Anfang 2007 aus der Derendinger AG ausgegliedert. Unsere Muttergesellschaft ist der bedeutendste freie Anbieter von Autoersatzteilen der Schweiz. Die flächendeckende Marktversorgung erfolgt über 31 Filialen und stellt die Lieferung von Autoersatzteilen innerhalb von zwei Stunden sicher. Der Derendinger Immobilien AG gehören 19 Gewerbehäuser in der ganzen Schweiz, für die Muttergesellschaft wird an weiteren 12 Standorten Fläche dazugemietet. Hinzu kommen sieben Wohnungen. Mit der Ausgliederung der Immobilienverwaltung in die Derendinger Immobilien AG haben wir den Schritt vom Cost-Center zum Profit-Center vollzogen.
KEYfacts: Wann haben Sie sich für den Einsatz einer CAFM-Software entschieden?
Jasmine Nyffeler: Von Anfang an. Mit der Ausgründung haben wir ja schließlich die Liegenschaftsverwaltung selbst zum Kerngeschäft gemacht. Und das hieß für uns auch: die Immobilienverwaltung von Beginn an zu professionalisieren. Und da gehört eine leistungsfähige Facility Management-Software einfach dazu.
KEYfacts: Welche Ziele verfolgen Sie mit dem Einsatz der Software?
Jasmine Nyffeler: Da wären zwei Ziele zu nennen. Zum einen geht es uns darum, die vorhandenen Liegenschaften optimal zu nutzen. Zum anderen haben wir in der Vergangenheit viele Anstrengungen für den Werterhalt unserer Immobilien unternommen. Wir haben aber festgestellt, dass wir große Schwierigkeiten hatten, die Instandsetzungen und Renovierungen nachzuvollziehen. Deshalb werden nun alle Sanierungen in KeyLogic erfasst. Damit können wir auch später alle Investitionen sehr genau nachvollziehen.
KEYfacts: Was heißt es, angesichts der komplexen Besitzverhältnisse die Liegenschaften optimal zu nutzen?
Jasmine Nyffeler: Vielleicht muss ich zunächst vorausschicken, dass auch unsere Mutter, die Derendinger AG, die Räume bei uns mietet. Das heißt, wir vermieten also eigentlich alle eigenen Flächen. Hinzu kommen noch sieben Wohnungen und die Verwaltung der von der Derendinger AG angemieteten Flächen. Wichtig war für uns, die eigenen und die gemieteten Liegenschaften auseinander zu halten. Bei den eigenen Liegenschaften geht es uns vor allem um eine immobilienorientierte Sicht auf die Flächen. Dabei interessieren uns zwei Fragen: Was gehört zu einer Kostenstelle? Also welche Mieter belegen welche Flächen? Die zweite Frage lautet: Was kosten uns diese Flächen und welche Mieten stehen dem gegenüber? Wie sind die Laufzeiten und wie hoch ist der Mietzins? In KeyLogic können wir diese Fragen sehr gut über das Flächenmanagement verknüpfen. Dazu ordnen wir den Flächen eine Kostenstelle zu, die identisch mit der Mieternummer ist. Zugleich erfassen wir alle Verträge und ordnen sie ebenfalls den Flächen zu. Das ist auch für die Kontrolle der Flächen sehr praktisch: Finden wir eine Fläche ohne Vertrag, die nicht unter den Leerflächen aufgelistet ist, dann wissen wir, dass hier etwas nicht stimmt.
KEYfacts: Haben Sie dazu KeyLogic mit Ihrer Buchhaltung verknüpft?
Jasmine Nyffeler: Wir haben KeyLogic nicht mit SAP verknüpft. Uns ging es im ersten Schritt darum, so schnell und so einfach wie möglich arbeitsfähig zu sein. Und immer unter der Voraussetzung, dass ein kleines Team das Geschäft bewältigt. Was aber nicht ausschließt, dass wir die Frage der SAP-Anbindung in Zukunft noch diskutieren. Unabhängig von SAP verknüpfen wir die Flächen in KeyLogic mit einer kalkulatorischen Miete. Hinter allen Flächen sind die Flächenpreise hinterlegt, die wir effektiv aus den für die Flächen anfallenden Kosten ermitteln. Dazu gehören beispielsweise die Verbrauchsdaten für Strom, Wasser und Gas sowie die Instandhaltungsdaten, die wir alle mit den entsprechenden Wirtschaftseinheiten verknüpfen. So können wir sehr genau den erforderlichen Quadratmeterpreis für die Vermietung berechnen.
KEYfacts: Die FM-Kosten erfassen Sie also sehr wohl in KeyLogic.
Jasmine Nyffeler: Unbedingt. Nehmen Sie beispielsweise das Projektmanagement. Hier erfassen wir das komplette Projekt von der Budgetierung bis zum Abschluss. Mit KeyLogic verfügen wir so nicht nur über eine komplette Projektübersicht, sondern auch über eine vollständige Historie abgeschlossener Projekte.
KEYfacts: Wo wird die Reise hingehen?
Jasmine Nyffeler: Das ist noch offen. Sicherlich wollen wir unser Portfolio künftig ausbauen. Wie das genau aussieht, wird die Zukunft zeigen. Wie auch immer: in jedem Fall treffen wir mit KeyLogic die Vorbereitungen für den Ausbau unserer Geschäftaktivitäten.
KEYfacts: Frau Nyffeler, wir danken Ihnen ganz herzlich für das Gespräch.
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